Josefa Eichenseher
Gast
22.11.2006, 18:34 PR-eine billige und bessere Form von Werbung ?
hallo,
im Laufe meiner Magisterarbeit, die sich mit Werbung in Printmedien (Spiegel und Bild) beschäftigte, bin ich auf den folgenden Artikel vom August 2006 gestoßen:
http://openpr.de/news/95466/PR-ist-eine-wachsende-Milliardenindustrie-
Zitat daraus:
PR habe die große Chance, in den kommenden Jahren die führende Kommunikationsdisziplin zu werden, sagt die international operierende Agentur Edelman www.edelman.de - und zwar „noch vor Werbung“, deren simple Verkaufsslogans sich viel schneller abnutzten als die strategische Konspiration der PR-Profis. Die beste PR sei jene, die nicht als solche erkannt werde, und dies sei ein Multimilliardengeschäft geworden.
Dem gegenüber möchte ich die Tatsache stellen, dass viele Unternehmen, vor allem kleine oder gemeinnützige Einrichtungen, für sich entdeckt haben, dass PR billiger sein kann als Werbung. Natürlich ist PR, sofern langfristig angelegt, ernsthaft betrieben und nicht nur mit kurzfristigen und relativ ziellosen Maßnahmen zur Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit als Werbeersatz genutzt, meiner Erfahrung nach nicht wirklich kostengünstiger als Werbung.
Es würde mich interessieren, wie Sie das sehen.
Freundliche Grüße
Josefa Eichenseher
Ulf-Hendrik Schrader
AdministratorAnmeldedatum: 07.09.2006
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22.11.2006, 21:31 Langfristig denken
Einen recht naheliegenden Effekt, den wir in der Online-Branche nach dem Platzen der Blase bereits erleben konnten, scheinen die Edelmänner dabei zu vergessen: Mit PR "befüllbarer" redaktioneller Raum existiert immer nur in der von Werbung finanzierten Menge.
Sprich: Wenn Unternehmen größere Teile ihrer Werbebudgets von Werbung hin zu PR verlegen, schaffen sie damit nur eins: Dünnere Hefte mit weniger Beiträgen und einer massiv verschärften Konkurrenz um diesen geringen redaktionellen Raum. Dieses Modell kann nicht funktionieren.
Von daher wundert es auch nicht, wenn viele - gerade kleinere Verlage - mitunter recht offen darauf hinweisen, dass man doch erst einmal Anzeigen buchen möge, bevor sich die Redaktion mit einer Pressemitteilung befasst. Absolut nachvollziehbar. Oder?