JoBe1006
NeuzugangAnmeldedatum: 27.01.2010
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28.01.2010, 11:10 Zukunft?
Hallo,
nach einem abgebrochenen Germanistik-Studium (neun Semester) wurde ich auf die Westdeutsche Akademie für Kommunikation in Köln aufmerksam. Dort bot man mir unter Anerkennung meiner studierten Semester an, den dreisemestrigen Studiengang Public Relations Management zu belegen. Dies ist ein Abendstudiengang mit studienbegleitendem Volontariat. Starten sollte das Ganze im März 2010. Im Januar habe ich ein passendes Volontariat in einer PR-Agentur gefunden. Jetzt bekomme ich auf einmal die Information, dass der Studiengang im Sommersemester nicht starten wird, da sich nicht genügen Leute dafür eingetragen haben. Mein Volontariat läuft jedoch nur 1,5 Jahre, so dass ich - falls ich den Studiengang dann einfach im nächsten Wintersemester beginne - ein halbes Jahr in der Luft hänge, kein Volontariat mehr habe und trotzdem Kosten für Studium und Lebensunterhalt anfallen. Ich weiß nun nicht, was ich am Besten mache. Ich frage mich, ob dieses Studium dem Aufwand gerecht wird (zum einen bezüglich Wissen und zum anderen im Lebenslauf). Ich wohne nämlich in Dortmund, fahre somit mindestens eine Stunde zur WAK und wäre an den WAK-Tagen (2-3 mal in der Woche) mit Volontariat ganze 14 Stunden außer Haus. Hinzu kommen Kosten für Benzin und Studium, welche nicht komplett von der PR-Agentur, in der ich das Volontariat mache, abgedeckt werden können.
Sind Sie hier der Meinung, dass ich auch nur mit einem PR-Volontariat, neun Semestern Germanistikstudium und Erfahrungen im Bereich Journalismus (z.B. freie Mitarbeit bei einer Zeitung) später gute Chancen auf einen Arbeitsplatz habe oder ist ein Studium an der WAK nach Ihrer Erfahrung hierfür unverzichtbar?
Über eine ehrliche und informative Antwort würde ich mich sehr freuen.
Gruß
Ulf-Hendrik Schrader
AdministratorAnmeldedatum: 07.09.2006
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31.01.2010, 21:37 Jobchancen ohne PR-Studium
Hallo Frau Behrendt,
die PR-Branche ist geprägt von Quereinsteigern. Schauen Sie sich 10 gestandene PR-Profis an und Sie werden 10 ganz unterschiedliche Lebensläufe vorfinden. Und die wenigsten davon verfügen über eine PR-Ausbildung. Denn die vielfältigen Ausbildungsangebote, die den PR-Berufsstand jetzt professionalisieren, sind alle noch recht jung.
Natürlich wünscht man sich heute von Einsteigern eine fundierte theoretische PR-Ausbildung, zumindest in unserer Praxis ist das aber keineswegs Voraussetzung. Wichtiger sind die persönlichen Eigenschaften und die Qualität des Volonatariats. Von daher kann ich Ihre Frage zumindest aus meiner Warte und Erfahrung klar beantworten: Ein Volontariat nach abgebrochenem Studium kann durchaus genügen, um hinterher einen - auch guten - Job zu finden.
Andererseits spricht doch eigentlich auch gar nichts dagegen, die WAK-Ausbildung zu machen. Die Probleme, die Sie schildern lassen sich bestimmt gut lösen. Entweder Sie überzeugen die Agentur, in der Sie Ihr Volontariat ableisten, so sehr von sich, dass die gar nicht mehr von Ihnen lassen wollen oder Sie bewerben sich frühzeitig um einen Anschlussjob. Wie gesagt: Ein Abgeschlossenes Volontariat und zusätzlich eine fast abgeschlossene PR-Manager-Ausbildung sind doch gute Argumente wenigstens für eine Assistenzstelle irgendwo. Zumindest übergangsweise.
Schönen Gruß
Ulf Schrader